SunHelp International e.V.

NACHHALTIG GUTES TUN

Eine einzelne Solaranlage kann das Leben einer ganzen Familie nachhaltig verbessern

Aus diesem Grund haben wir 2014 den gemeinnützigen Verein SunHelp International e.V. gegründet. Wir realisieren internationale Hilfsprojekte durch den Einsatz von Solarenergie und unterstützen Menschen in Entwicklungsländern durch eine nachhaltige Energieversorgung. So bieten wir ihnen eine direkte Hilfe zur weiteren Selbsthilfe!

Über 18% der Weltbevölkerung leben heute noch ohne Zugang ans Stromnetz, das sind 1,4 Milliarden Menschen. Die meisten von ihnen leben in ländlichen Gebieten. Besonders stark betroffen sind die Menschen in den ärmsten Regionen der Welt:

Afrika südlich der Sahara, Bolivien, der indische Subkontinent, Afghanistan, Kambodscha, Nepal, Philippinen, die Mongolei…

In vielen Entwicklungsländern liegt die Elektrifizierungsrate auf dem Land noch unter 20%. Das bedeutet, dass vier von fünf Menschen kein elektrisches Licht haben! Aktuelle Zahlen zeigen auch die ungleiche Verteilung zwischen städtischen und ländlichen Regionen. Aufgrund des fehlenden Kapitals und mangelndem Ingenieurwissens ist der teure und langwierige Ausbau von Infrastrukturen wie Stromnetze und Kraftwerke für die Betreiber aus ökonomischer Sicht meist nicht sinnvoll.

 

» Diese Menschen werden im Dunkeln sitzen gelassen!

Wir bieten Menschen in Entwicklungsländern vor Ort Hilfe zur weiteren Selbsthilfe – in Form einer nachhaltigen Energieversorgung.

Was wollen wir erreichen und warum?

Unsere Motivation & Ziele im Überblick

Es geht um einen ganzheitlichen Ansatz. Solarenergie kann noch so viel mehr als "nur" sauberes Licht erzeugen. Die indirekten Konsequenzen von elektrischem Licht sind enorm: Bildungschancen, gesundheitliche Vorteile, finanzielle Hilfe, Umwelt- & Klimaschutz und noch vieles mehr! Hier findest Du die wichtigsten Gründe für unsere ehrenamtliche Arbeit und die daraus folgenden Ziele.

1. Bildungschancen erhöhen für eine bessere Zukunft

Noch heute müssen viele Kinder in Entwicklungsländern hart arbeiten um ihre Familien im täglichen Überlebenskampf zu unterstützen. Weltweit sind über 200 Millionen Kinder betroffen. [1] Sie arbeiten auf Feldern, Müllhalden, im Steinbruch oder sogar in Minen. Die einzige Möglichkeit für sie eine Schulbildung zu erhalten ist früh morgens vor der Arbeit oder abends nach Sonnenuntergang.

Ein Leben ohne elektrisches Licht bedeutet, dass sie entweder mit Hilfe von gesundheitsschädlichen Petroleumlampen lernen, spielen oder Hausaufgaben machen müssen - oder eben im Dunkeln sitzen. Alleine in Afrika sind 90% der Grundschulen nicht an das Stromnetz angeschlossen, sowie knapp 30% der Schulen im ländlichen Indien. [2]

Die Ausstattung von Schulen, Lehrräumen und Privathäusern mit sauberem Licht verbessert unmittelbar die Bildungschancen dieser Kinder und ihre Aussicht auf eine bessere Zukunft.

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Eines unserer zentralen Ziele ist es, mit Hilfe der Solarenergie Licht in Klassenräume zu bringen. Wir wollen das Lesen und Lernen fördern und einen funktionierenden Unterricht auch nach Sonnenuntergang ermöglichen.

Aktuelle Studien belegen, dass die Alphabetisierungsrate in Ländern mit mangelnder Stromversorgung besonders niedrig ist. Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen dem Bildungsstand und dem Energiezugang in Entwicklungsländern! [3]

2. Gesundheit verbessern: Gefährliche Emissionen verringern

Über 90% aller Haushalte ohne elektrische Beleuchtung benutzen mangels Alternativen Petroleumlampen als primäre Lichtquelle. Das sind knapp 1,2 Milliarden Menschen weltweit! [4] Eine tägliche Nutzung von drei bis fünf Stunden ist dabei gleichzusetzen mit der Schadstoffbelastung von zwei Packungen Zigaretten am Tag. Am stärksten betroffen sind Frauen und Kinder.

Stickstoffoxide, Schwefeldioxide, Kohlenstoffmonoxide und weitere Emissionen bewirken schwerwiegende Augen- und Lungenkrankheiten. Eine schockierende Konsequenz ist, dass über zweidrittel der an Lungenkrebs sterbenden Frauen in Entwicklungsländern eigentlich Nicht-Raucherinnen sind… [5]

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Aus diesem Grund wollen wir so viele Petroleumlampen wie möglich aus den Haushalten durch langlebige LED-Lampen ersetzen. Die Solarenergie bietet eine perfekte Möglichkeit, gesundheitsschädliche Emissionen in den Haushalten zu verringern oder komplett abzuschaffen.

Durch Petroleumlampen verursachte Krankheiten wie z.B. Atemwegserkrankungen, Leukämie und Lungenentzündungen sterben jedes Jahr über eine Millionen Kinder! [6]

3. Armut bekämpfen: Energiekosten einsparen

In Afrika und in Südasien, wo die Mehrheit der Menschen ohne Zugang zu elektrischer Energie leben, muss eine Familie ca. 25% ihres gesamten Monatseinkommens für ineffiziente Beleuchtung ausgeben, etwa für Kerosin, Kerzen oder Einmal-Batterien. [7] In manchen Ländern südlich der Sahara liegt dieser Anteil sogar bei 40%! Es wird geschätzt, dass allein in Afrika die ärmste Bevölkerungsschicht jährlich vier Milliarden USD für Kerosin-Beleuchtung ausgibt [8] - eine enorme Summe, die dann nicht mehr für andere Zwecke zur Verfügung steht.

Da Petroleumlampen in regelmäßigen Abständen neues Kerosin als Brennstoff benötigen, verringern sich die Kosten auch nach Anschaffung der Lampen nicht mehr. Im Gegenteil: Die Kerosin-Preise sind in ländlichen Gebieten der Welt bis zu 35% teurer als in städtischen Gegenden. [9] Hinzu kommt, dass die Menschen den schwankenden Marktpreisen hilflos ausgeliefert sind…

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Wir wollen Menschen in Armut durch eine kostenlose und langlebige Alternative die Chance geben, ihr geringes Einkommen für mehr Essen, bessere Schulbildung und medizinische Grundversorgung einzusetzen. Durch den Einsatz von Solarenergie steht den Betroffenen jeden Monat mehr Geld für solche Zwecke zur Verfügung.

Viele der betroffenen Menschen leben unter der von der Weltbank definierten Armutsgrenze von 1,75€ pro Tag. Somit hat jede Einsparung an Energiekosten eine erhebliche, positive Auswirkung auf die finanzielle Situation dieser Familien im Alltag.

4. Medizinische Grundversorgung ermöglichen: Notfälle unterstützen

Die medizinische Versorgung vieler ländlicher Gegenden von Entwicklungsländern ist ohnehin unzureichend und wird darüber hinaus durch häufige Stromausfälle oder einen gänzlich fehlenden Stromanschluss erschwert.

Die Installation von Solaranlagen gewährleistet, dass Medikamente, Blutproben und Impfstoffe gekühlt werden können und Behandlungsräume beleuchtet sind. Außerdem kann Solarenergie effizient dazu genutzt werden um sauberes Wasser zu erzeugen (über Wasserpumpen und Filtersysteme) und die Notfallkommunikation durch Handy-Lademöglichkeiten sicherzustellen.

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Sich bei kritischen Eingriffen, Operationen oder Geburten auf die Beleuchtung, Wasserversorgung oder Telekommunikation verlassen zu können ist in unseren Augen extrem wichtig. Daher wollen wir die Solarenergie ebenfalls zur Verbesserung der medizinischen Grundversorgung einsetzen!

Insbesondere für kleine ländliche Krankenstationen und rurale Geburtenhäuser bietet eine Solaranlage wertvolle medizinische Vorteile. [10]

5. Sicherheit steigern: Feuer durch Licht ersetzen

Petroleumlampen zur Beleuchtung von Innenräumen stellen immer eine potenzielle Gefahr dar. Die ohnehin kleinen und engen Behausungen von armen Familien sind in vielen Fällen lediglich aus Holz und Pappe gebaut und somit stark brandgefährdet. Jedes Jahr sterben über 270.000 Menschen in Entwicklungsländern durch Hausbrände. [11]

Insbesondere kleine Kinder sind durch das versehentliche Umschmeißen solcher Lampen nicht vor Verbrennungen geschützt. [12] In Bangladesch verletzen sich jährlich über 170.000 Kinder schwerwiegend durch Petroleumlampen. In Indien sind es sogar über 350.000. [13]

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Petroleumlampen gefährden das Leben und die Gesundheit von Menschen in Entwicklungsländern. Insbesondere kleine Kinder erleiden schlimme Verbrennungen und Verletzungen. Daher wollen wir durch die Solarenergie auch ein Stück Sicherheit in die Häuser und Hütten dieser Familien bringen!

Der Einsatz von kleinen Solaranlagen bietet eine sichere Beleuchtung und stellt keine Gefahr für Kinder dar. Die eingesetzten LED-Leuchten werden auch nach langer Einsatzdauer lediglich 60 bis 80°C warm. [14]

6. Klima & Umwelt schützen: Sauberen Solarstrom liefern

Beim Verbrennen von Kerosin entstehen jede Menge Schadstoffe: Formaldehyd (HCHO), Stickstoffoxid (NO)  & -dioxid (NO2), Schwefeldioxid (SO2), Kohlenstoffmonoxid (CO) & -dioxid (CO2). [15]

Zusätzlich zu all diesen umwelt- und gesundheitsschädlichen Emissionen werden auch Feinstaub und hochtoxischer Feinst-Staub in die Lungen der Betroffenen und in die Atmosphäre ausgesondert. Als Feinstaub-Bestandteil ist insbesondere der "schwarze Kohlenstoff" (sog. Black Carbon) - neben dem bekannten CO2 - ein extrem klimaschädlicher Stoff. [16]

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Globale Erwärmung und Klimaschutz gehen uns alle etwas an! Der kontinuierliche Einsatz von fossilen Brennstoffen als Energiequelle bringt eine Vielzahl ernstzunehmender Umwelt- und Klimaprobleme mit sich. Daher setzen wir uns für eine umweltfreundliche und nachhaltige Energieversorgung in Entwicklungsländern ein!

Alleine durch die Nutzung von Petroleumlampen in Entwicklungsländern wird jedes Jahr eine unglaubliche Menge von 270.000 Tonnen Black Carbon in die Atmosphäre geschleudert. Diese Menge entspricht der Erderwämungsleistung von knapp 240 Millionen Tonnen CO2. [17]

7. Gesellschaftliches Leben fördern: Licht bringt Menschen zusammen

Eine fehlende Stromversorgung hemmt die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Wenn die Sonne untergeht, hört für viele Menschen der Tag auf. Dabei sind es genau diese Stunden, die für ein familiäres Leben und für die Dorfgemeinschaft so wichtig sind. Oft werden abends, beim Beisammensitzen, noch handwerkliche Produkte für den Verkauf gefertigt, es werden wichtige Dinge besprochen und soziale Bindungen gestärkt.

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Wir konnten immer wieder beobachten, dass von uns beleuchtete Häuser zu wichtigen Gemeinschaftsräumen geworden sind. Licht verändert nicht nur das Leben einzelner Familien, sondern hat auch eine positive Auswirkung auf den Fortschritt ganzer Dörfer!

Elektrisches Licht bringt Menschen auch nach Sonnenuntergang noch zusammen und fördert das gesellschaftliche Leben!

Hilf uns, Licht ins Dunkel zu bringen!

1,4 Milliarden Menschen ohne Strom sind für uns keine Statistik mehr. Für uns hat Armut ein Gesicht bekommen. Wir haben gesehen, wie die Menschen leben, wir haben ihre Geschichten gehört und wir wissen: Jede kleine Solaranlage ist eine große Hilfe und ein Schritt in die richtige Richtung!

Licht schenkt Hoffnung, erhöht Bildungschancen, bringt Sicherheit und schont dabei die Umwelt.

In 10 Schritten zum nachhaltigen Erfolg:

Wir brauchen Deine Unterstützung: Hilf uns, Licht ins Dunkel zu bringen! Im Namen aller Betroffenen sagen wir Dir von ganzem Herzen Dankeschön. =)

Quellenangabe

[1]  Internationale Arbeitsorganisation (ILO): Kinderarbeit - schufften, um zu überleben (Grafik), 2005. Link zur Quelle

[2]  UNDESA: Electricity and Education, 12/2014. Link zur Quelle

[3 M. Kanagawa, T.Nakata: Assessment of access to electricity and the socio-economic impacts in rural areas of developing countries, 06/2008. Link zur Quelle

[4 RWI Economic Papers: Accidents Caused by Kerosene Lamps, 02/2017. Link zur Quelle

[5]  Lights for Life: The Impact of Lighting Poverty on Children. Link zur Quelle

[6]  T.London, L.Hart et al.: Business Strategies for the Bottom of the Pyramid, 08/2011. Link zur Quelle

[7]  UNEP: Developing Effective Off-Grid Lighting Policy, 05/2015. Link zur Quelle

[8]  T.London, L.Hart et al.: Business Strategies for the Bottom of the Pyramid, 08/2011. Link zur Quelle

[9]  Lighting Africa, IFC: The True Cost of Kerosene in Rural Africa, 04/2012.  Link zur Quelle

[10]  Global Off-Grid Lighting Association: Off-Grid Solar and Improvements in Rural Maternal Health, 08/2016. Link zur Quelle

[11]  Rainbow Power Company: Fuel Based Lighting. Link zur Quelle

[12]  N.Lam, K. Smith: Kerosene - A Review of Household Uses and their Hazards, 05/2013. Link zur Quelle

[13]  Weltgesundheitsorganisation WHO: Burns - Fact Sheet, Updated 08/2017. Link zur Quelle

[14]  W.Messer: Der „Tc-Punkt“ von LED-Lampen, 08/2012. Link zur Quelle

[15]  V.Trollinger:  Kerosene Use in the Developing World – Part Two: Flames, Fumes, and Fatalities, 08/2016. Link zur Quelle

[16]  Center for Climate and Energy Solutions: What is Black Carbon?, 04/2010. Link zur Quelle

[17]  Ecologic Institut Berlin: Black Carbon Emissions from Kerosene Lamps, 11/2013. Link zur Quelle